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Prof. Dr. Michael Mandelartz

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Bücher

  1. Cover: Poetik und HistorikPoetik und Historik. Christliche und jüdische Geschichtstheologie in den historischen Romanen von Leo Perutz. Tübingen: Niemeyer 1992 (Conditio Judaica, Bd. 2). — Mehr dazu.

    Ausgehend von einer Kritik der einschlägigen Theorien zur Phantastik und zum historischen Roman, an die bislang die Forschung zum Werk des jüdischen Autors Leo Perutz (1882-1957) anschloß, sucht die vorliegende Untersuchung neue Wege. Die Analyse von zwei biographisch weit auseinanderliegenden Werken (Die dritte Kugel, 1915; Nachts unter der steinernen Brücke, 1953) verdeutlicht die Spannweite wie die Kontinuität der Perutzschen Konzeption des historischen Romans. Aus dem Fundus der christlichen und jüdischen Geschichtstheologie konstruiert Perutz ein Weltbild, innerhalb dessen die handelnden Personen ihre Handlungsziele stets verfehlen: Es ist durch die 'Logik der Geschichte' bereits vorherbestimmt und zielt auf die Vernichtung der Akteure. In Umkehrung des Hegelschen Diktums verläuft Geschichte im Sinne einer 'List der Widervernunft'.

    Rezensionen:

    • Acta Germanica (Johannesburg), Bd. 21, 1992, S. 326-331 (Jan Christoph Meister)
    • Doitsu Bungaku — Die Deutsche Literatur (Tokyo), H. 91, 1993, S. 166 (MURAYAMA Masato, Japanisch)
    • Études Germaniques, Avril-Juin 1993, S. 223 f. (J.-J. Pollet)
    • Colloquia Germanica, Bd. 26, 1993, H. 4, S. 377 f. (Harry Zohn)
    • Austrian Studies, Bd. V, 1994, S. 223-225 (Florian Krobb)
    • Aschkenas, Bd. 4, 1994, H. 2, S. 561 (Thomas Lange)
    • Theologische Revue, Jg. 91, 1995, Sp. 354 (Gisbert Kranz)
  2. Umschlag: Goethe, KleistGoethe, Kleist. Literatur, Politik und Wissenschaft um 1800. Berlin: Erich Schmidt 2011. — Auszüge aus Rezensionen und mehr.

    Die Literatur um 1800 nimmt teil an dem historischen Wandel zur Moderne, der sich in der Sattelzeit vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis ins beginnende 19. Jahrhundert vollzieht. Goethe und Kleist legen die Probleme der Zeit als radikale Denker bis zu den Wurzeln bloß. Die Ergebnisse könnten jedoch kaum gegensätzlicher ausfallen. Kleist schließt mit J. G. Fichte an die neuzeitliche Subjektphilosophie an, die die Welt der Vernunft unterwerfen will. Die Aporien, die sich aus der Entgegensetzung von apriorischer Vernunft und empirischer Welt, von Moral und Physik ergeben, führen nicht nur Kleist selbst in die sog. Kantkrise, sondern zerreißen auch seine Protagonisten und die Ordnungen, in die sie gestellt sind. Goethe emanzipiert sich dagegen schon zur Zeit des Werther von den neuzeitlichen Subjektphilosophien. An ihre Stelle tritt die Auffassung des Subjekts als Produkt der Natur und der historischen Entwicklung. Goethe bestimmt es, im Gegensatz zur philosophischen Tradition der Neuzeit, als weltimmanent und empirisch. In engem Bezug auf die zeitgenössischen Quellentexte wird der Gegensatz zwischen dem radikalisierten subjektphilosophischen Mainstream Kleists und Goethes ebenso radikal empirischer Philosophie an ausgewählten Werken entwickelt.

    Rezensionen:

    • Informationsmittel (IFB). Digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft, Jg. 19 (2011), H. 4 (Nikolas Immer)
    • Zeitschrift für Germanistik. NF 23 (2013), H. 1, S. 162-164 (Kai Köhler)
    • Focus on German Studies 19 (2012), S. 240-241 (Ervin Malakaj; blättern Sie bis zu S. 240.)
    • Germanistik. Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen 52 (2011), H. 3-4, S. 762 (Waltraud Maierhofer; Kurzbesprechung)
    • Naturwissenschaftliche Rundschau 65 (2012), H. 7 (Ernst Peter Fischer; Kurzbesprechung)
    • Deutschmagazin (2011), H. 4, S. 31 (Tilman Brand; Kurzbesprechung)
    • Études Germaniques 67 (2012), H. 1, S. 223 f. (anonyme Kurzbesprechung)
    • Amazon.de (24. Nov. 2011; J. Doborosky)

Aufsätze

  1. Der Textanfang als kosmologischer Entwurf. Die Motive des Musenanrufs und des Waldes. In: Euphorion 87 (1993), S. 420-437 [PDF]

    Literarische Textanfänge bilden die Grenze zwischen Außenwelt und Werk. So dienen sie einerseits der Abstoßung von der empirischen Welt (Klotz), andererseits stellen sie die Kosmogonie der inner-literarischen Welt dar oder vielmehr: sind sie. Eine Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Anfangsmotive steckt das Feld möglicher Kosmogonien ab: der traditionelle Musenanruf stellt eine vertikale, in der Regel ahistorische Verbindung zu den Göttern her; der Wald dagegen bezieht sich über das lateinische silva und das griechische hyle auf die materielle Grundlage der Welt. Wie die Motive jeweils 'ins Werk gesetzt' werden, wird beispielhaft an Textanfängen von Homer, Dante, Wieland, Tieck, Stifter und Eichendorff untersucht.

  2. Die Herrschaft der Ökonomie. Leo Perutz: Der schwedische Reiter. In: Studies in Humanities [Zeitschrift der Philosophischen Fakultät der Universität Shinshu, Matsumoto / Japan] No. 27 (1993), S. 213-220

    An der Schreibweise der Realisten des 19. Jahrhunderts geschult, fügt Perutz die Protagonisten seines Romans mittels theologischer, emblematischer und historischer Anspielungen in das barocke Weltbild ein. Dementsprechend wird die Fabel als komplexes, von Gott gelenktes 'Schicksal' konzipiert, das aber nicht etwa mit dem Verweis aufs Jenseits gerechtfertigt wird. Im Gegenteil: Begrenzte Bereiche von Gnade, Liebe und Humanität werden nur im Widerstand dagegen eröffnet. Insbesondere die Kunst bewahrt im Medium des Scheins Freiheit und Glück.

  3. Franz Biberkopf und die Brüder Moor. Klassikeraneignung in Döblins Berlin Alexanderplatz. In: Dogilono Munhak. Zeitschrift der Gesellschaft für Deutsche Sprach- und Literaturforschung in Korea, Nr. 1 (Dez. 1993), S. 311-325
  4. Architektur in Goethes Wahlverwandtschaften. In: Epochenbrüche. Deutsche Literatur zwischen Aufklärung und Romantik. Dokumentation der Tagungsbeiträge zum Germanistischen Kolloquium in Korea 1994. Hrsg. von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik, Seoul: KGG 1995 (Dokumentationen, Bd. 3), S. 130-143
  5. Selbstreflexion im Gedicht. Zum Motiv des Wassers in Brechts Buckower Elegien und in Kunerts Warnung vor Spiegeln. In: Togilhakyongu. Deutschlandforschung [Zeitschrift des Instituts für Deutschlandforschung der Seoul National University, Korea] 4 (1995), S. 42-62
  6. Antisemitismus, Ostjudentum und die jüdischen Autoren der Weimarer Republik. In: Dogilmunhak. Koreanische Zeitschrift für Germanistik 37 (1996), S. 205-223

    Eine Einführung in die jüdisch-deutsche Literatur der Weimarer Republik, die besonders auf die Wechselwirkungen zwischen der Einwanderung der Ostjuden, dem Antisemitismus und dem Selbstverständnis der jüdischen Schriftsteller Bezug nimmt. Exemplarisch werden die Reaktionen von Jakob Wassermann und Alfred Döblin vorgestellt.

  7. Das erste Kapitel ist immer die Hauptsache. Paradies und Sündenfall der Effi Briest. In: Doitsu Bungaku. Die Deutsche Literatur 99 (Herbst 1997), S. 71-79

    Neben dem traditionellen Musenanruf und dem Wald (vgl. den Aufsatz zu Textanfängen) gehört der Sündenfall zu den häufig am Textbeginn anzutreffenden Motiven. Er referiert schon von der inneren Struktur her auf die Geschichtlichkeit des Daseins und von daher oft auch auf die Zeitlichkeit des Erzählvorgangs. Eine detailgenaue Analyse des Briest'schen Herrensitzes, wie er zu Beginn von Fontanes Roman beschrieben wird, klärt einige Implikationen des Sündenfallmotivs und wirft Licht auf die Gesamtanlage des Romans.

  8. Goethe's Criticism of Romantic Subjectivity in Die Wahlverwandtschaften. An Interpretation using Architectural Motifs. In: Artes Liberales. Bulletin of the Faculty of Humanities and Social Sciences, Iwate University, Morioka / Japan, No. 63 (Dec. 1998) p. 67-83
  9. Mit YAMAGUCHI Haruki: Literaturrecherche Japanisch (inta-nettoniyoru bunkenkensaku gerumanisutonotameni; Bibliographieren im Internet. Eine Einführung für Germanisten [Japanisch]). In: Artes Liberales. Bulletin of the Faculty of Humanities and Social Sciences, Iwate University, Morioka / Japan, No. 64 (June 1999), p. 29-42

    Ausführliche Erläuterungen zu wichtigen Internetadressen für die Online-Recherche nach Büchern und germanistischen Aufsätzen in deutschen Bibliotheken und verschiedenen Datenbanken. Der Beitrag gibt auch technische Hilfestellungen und Hinweise zur Aufsatzbestellung über Subito. (Inzwischen veraltet.)

  10. Vom Gestein zur Poesie. Zum Verfahren der Steigerung in Goethes Novelle. In: Herder-Studien (Tokyo) 5 (1999), S. 127-159 [PDF]. Erweiterte Fassung in: Goethe, Kleist, S. 400-429.

    Goethes Novelle wird in der Nachfolge Emil Staigers fast ausschließlich als utopischer Entwurf einer befriedeten Gesellschaft verstanden. Eine genaue, insbesondere auf die Raumstrukturen gestützte Textanalyse zeigt jedoch, daß die Szene der Löwenbesänftigung und der sie umschließende Burghof auf dem Gipfel als Arkadien, als Reich der Kunst konzipiert sind und als solches von der ökonomisch bestimmten Wirklichkeit des Staatswesens im Tal strikt getrennt werden. Den gestuften Kosmos, der beide enthält, entwickeln die Rede des Schaustellers und anschließend das Lied des Knaben als Höhepunkt der Novelle, der Kunst und der gestuften Wirklichkeit gleichermaßen.

  11. Bauen, Erhalten, Zerstören, Versiegeln. Architektur als Kunst in Goethes Wahlverwandtschaften. In: Zeitschrift für Deutsche Philologie 118 (1999), S. 500-517 [PDF]. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 353-372.

    Eine detailgenaue Untersuchung des Motivbereichs Architektur als eines in sich stimmigen Komplexes eröffnet Einsichten in das den Wahlverwandtschaften zugrundeliegende poetische Verfahren und ihre strategische Ausrichtung gegen die Romantik. Deren subjektivistische Tendenzen werden insbesondere von Ottilie aufgenommen und zur letalen Konsequenz geführt. Ihr Symbolbegriff wird dem antiken und dem christlichen entgegengesetzt und anhand der Grabanlagen ausführlich diskutiert.

  12. Mit YAMAMOTO Akihiko: Die japanische Universitätsreform der 90er Jahre und ihre Auswirkungen auf die Germanistik. In: Deutsch als Fremdsprache in Korea [Zeitschrift der Koreanischen Gesellschaft für Deutsch als Fremdsprache] H. 4 (August 1999), S. 226-247 [PDF]

    Die Germanistik und Deutsch als Fremdsprache hatten an den japanischen Universitäten traditionell eine starke Position, die selbst nach dem 2. Weltkrieg kaum erschüttert wurde. Seitdem jedoch der weltweite Wettbewerb in den 80er Jahren zu einer Angleichung der Produktionsbedingungen führte, spielt ein effektives Erziehungs- und Ausbildungssystem eine immer größere ökonomische Rolle. Die Universität als Stätte schöngeistiger Kontemplation hat daher leider ausgespielt. Die Germanistik bekommt das, als relativ überdimensioniertes geisteswissenschaftliches Fach, zuallererst zu spüren. Es sind jedoch vielfältige Reaktionen zu verzeichnen.

  13. Vom Gestein zur Poesie. Zum Verfahren der Steigerung in Goethes Novelle. In: Schwellenüberschreitungen. Dokumentation der Asiatischen Germanistentagung in Fukuoka, 21.-24. August 1999. Hrsg. v. der Japanischen Gesellschaft für Germanistik. Tokyo: Sanshusha 2000, S. 564-573
  14. Zeit und Form. Mörikes Um Mitternacht und Am Rheinfall. In: Doitsu Bungaku. Die Deutsche Literatur 108 (Frühjahr 2002), S. 141-150
  15. Kunst als Instrument der Erkenntnis. Zur Poetik des Spätwerks von Leo Perutz. In: Leo Perutz. Unruhige Träume — Abgründige Konstruktionen. Dimensionen des Werks, Stationen der Wirkung. Hrsg. v. Brigitte Forster und Hans-Harald Müller. Wien: Sonderzahl 2002, S. 190-210 (Vortrag auf dem gleichnamigen Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, 20. - 21. September 2000)

    Ein Vergleich der beiden letzten Romane von Perutz, Nachts unter der steinernen Brücke (1953) und Der Judas des Leonardo (1959), legt die hochreflektierte, auf ethischen Überlegungen aufruhende Poetik des Spätwerks frei. Die Werke zeigen (im Wittgenstein'schen Sinne) im Beispiel und im Bild den Übergang von Fremd- zu Selbstbestimmung. Der Stellenwert des gelegentlich sehr pathetisch intonierten Schicksals rührt daher, daß der Übergang von Determination zu Freiheit und umgekehrt einen zentralen Platz in den Handlungsabläufen einnimmt. — Die Determination in der Geschichte faßt Perutz unter dem Namen Gott zusammen. Die Liebe und die Gnade als menschliche Gegenentwürfe heben sie zwar nicht auf, können sich aber — unter der Voraussetzung der Einsicht in die Begrenztheit und Fragilität der menschlichen Existenz — dort entfalten, wo die Gesetze der Materie außer Kraft gesetzt sind: im Traum und in der Kunst sowie (im Schwedischen Reiter) in der Lüge. — Insbesondere die Interpretation des Judas führt zu Ergebnissen, die quer zur bisherigen Forschung liegen.

  16. Autonomie der Kunst vs. politische Utopie: Goethes Novelle. In: Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000: Zeitenwende. Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert. Hrsg. v. Peter Wiesinger. Bd. 8: Kanon und Kanonisierung als Probleme der Literaturgeschichtsschreibung — Interpretation und Interpretationsmethoden. Bern: Peter Lang 2003 (=Jahrbuch für Internationale Germanistik, Reihe A: Kongreßberichte, hrsg. v. Hans-Gert Roloff, Bd. 60), S. 311-316
  17. Philosophie statt Alltag, Kunst statt Video. Vorschlag zur Wiedereinführung der Kulturwissenschaften in den Deutschunterricht. In: Deutschunterricht an japanischen Universitäten. Eine Standortbestimmung. Hrsg. v. Mechthild Duppel-Takayama u. a. München: Iudicium 2003, S. 106-115
  18. Jenseits und diesseits der Polarität. Pandora von Goethe und Peter Hacks. In: Theater ohne Grenzen. Festschrift für Hans-Peter Bayerdörfer zum 65. Geburtstag. Hrsg. v. Katharina Keim, Peter M. Boenisch und Robert Braunmüller. München: Verlag Herbert Utz 2003 (=Münchner Universitätsschriften, Reihe Theaterwissenschaft, Bd. 1), S. 360-370 — vgl. auch die erweiterte Fassung.
  19. Wozu Germanistik? Zur Notwendigkeit der Kulturwissenschaften im Zeitalter der Globalisierung. In: Neues Jahrhundert, neue Herausforderungen. Germanistik im Zeitalter der Globalisierung. Asiatische Germanistentagung Beijing 2002 (19.-23. August 2002). Peking 2004, S. 528-534
  20. Von der Tugendlehre zur Lasterschule. Die sogenannte Kantkrise und Fichtes Wissenschaftslehre. In: Kleist-Jahrbuch 2006, S. 120-136. — Das gesamte Jahrbuch auf der Seite der Kleist-Gesellschaft zum Download. — Erweiterte Fassung in: Goethe, Kleist, S. 53-75.

    Die Germanistik erhoffte sich lange Zeit von der Klärung der Frage, welches Werk Kleists sogenannte Kantkrise auslöste, einen Generalschlüssel für die Interpretation von Kleists Gesamtwerk. Es gelang jedoch bislang nicht, einen bestimmten Text dingfest zu machen. In den letzten Jahren wurde die Frage heruntergespielt, ja zuletzt wurde aus der Kantkrise eine Scheinkrise (J. Schmidt). In der Tat aber hatte Ernst Cassirer recht, als er 1919 Fichtes Bestimmung des Menschen (1800) namhaft machte; seine Bestimmung des Verhältnisses von Kleist und Fichte fußte jedoch auf falschen Annahmen, so daß die Fichtethese von der Forschung nicht weiterverfolgt wurde.

    Der Aufsatz zeigt, daß Kleist sich bereits 1799 anläßlich des Atheismusstreits mit Fichte beschäftigt hatte, in dessen Schriften aber noch eine Bestätigung der Aufklärungsphilosophie sehen konnte. Erst mit der Lektüre der Bestimmung des Menschen wurde der Widerspruch unabweisbar. Daraus zog Kleist die Konsequenzen: er trennte sich von Wilhelmine und gab seine Karrierepläne auf. Mindestens bis 1806 setzte er sich mit Fichte auseinander, u. a. als Hörer von dessen 3. Cours der Wissenschaftslehre im Winter 1804. Über sieben entscheidende Jahre hinweg bildete er sich an Fichte. Kleists Werk ist daher nicht nur voll von Parallelen und Anspielungen, sondern strukturell von Fichtes Wissenschaftslehre geprägt.

  21. Harzreise im Winter. Goethes Antwort auf Petrarca und die Naturgeschichte der Kultur. In: Goethe-Jahrbuch 123 (2006), S. 86-99. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 306-323
  22. Goethe e Schiller: A Estética do Classicismo de Weimar. Uma Introdução. In: forum deutsch. Revista Brasileira de Estudos Germânicos 11 (2007), S. 133-144 (Übersetzung des einführenden Vortrags zur Ästhetik der Weimarer Klassik ins brasilianische Portugiesisch durch Izabela Maria Furtado Kestler)
  23. Der Bezug auf sich selbst. Zum systematischen Zusammenhang von Literatur und Wissenschaft bei Goethe. In: Goethe-Jahrbuch 124 (2007), S. 38-47. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 282-294
  24. Der Zirkel der Geschichte und das Zergehen in das Absolute. Kleists Marionettentheater und Fichtes Vorträge im Winter 1804. In: Leben und Geschichte. Studien zur Deutschen Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Hrsg. v. Lothar Knatz, Nobuyuki Kobayashi und Takao Tsunekawa. Würzburg: Königshausen & Neumann 2008, S. 25-42. Erweiterte Fassung in: Goethe, Kleist, S. 76-100
  25. Das Gespenst der diversen Refrangibilität. Goethe, Newton und die Wissenschaftstheorie. In: Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005: Germanistik im Konflikt der Kulturen. Hrsg. v. Jean-Marie Valentin, Bd. 7 (=Jahrbuch für Internationale Germanistik, Reihe A: Kongreßberichte, Bd. 83). Bern, Berlin u. a.: Lang 2008, S. 293-301. — Vgl. auch die überarbeitete und stark erweiterte Fassung. Wiederum überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 240-281
  26. Die Herrschaft der Poesie. Chemie und Physik in Klingsohrs Märchen. In: Weimarer Beiträge 54 (2008), S. 42-62. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 23-49
  27. Jenseits und diesseits der Polarität. Pandora von Goethe und Peter Hacks. In: ARGOS. Mitteilungen zu Leben, Werk und Nachwelt von Peter Hacks, H. 2 (2008), S. 31-57 (erweiterte Fassung des Aufsatzes von 2003). Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 373-392. — S.a. die Fortsetzung.

    Die Bearbeitung der Goetheschen Pandora durch Peter Hacks wurde von den Kritikern je nach Standpunkt dies- oder jenseits der Mauer als sozialistisches Produktionsstück oder auch als zynische Bejahung der sinnentleerten, selbstzerstörerischen Welt der Moderne auf- oder abgewertet. Der Vergleich mit der Vorlage Goethes anhand von Bühnenbild und Verwandtschaftsverhältnissen zeigt ein differenzierteres Bild. Hacks verkürzte das Goethesche Konzept von Polarität und Steigerung um seine zweite Komponente, woraus sich eine sehr pessimistische Bestandsaufnahme der Gegenwart ergibt: Ideologie und Technik haben dem Menschen die Möglichkeit genommen, sich durch den Ausgriff auf Unbekanntes weiterzuentwickeln (zu steigern). Damit ist die Geschichte als ein Prozeß der immer neuen Selbstbestimmung des Menschen in der Auseinandersetzung mit der Natur an ihr Ende gekommen; in der von Pro- wie Epimetheus gleichermaßen erwarteten Pandora der Werkstätten konvergieren Sozialismus und Kapitalismus. Seinen Kritikern — und der Geschichte — war Hacks in dem 1981 erschienenen Drama schon ein gutes Stück voraus.

  28. Goethe, Newton und die Wissenschaftstheorie. Zur Wissenschaftskritik und zur Methodologie der Farbenlehre. Online seit Dezember 2008 (wesentlich erweiterte und umgearbeitete Version des Vortrags auf der IVG-Tagung, Paris 2005). Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 240-281
  29. Recht, Ökonomie und Mechanik in Kleists Findling. In: Neue Beiträge zur Germanistik 7 (2008), H. 2 (= Doitsu Bungaku 138), S. 168-187. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 196-217
  30. Postscriptum vom Ende der Geschichte. Jens Mehrles Pandora und ihr Gegensatz. In: ARGOS, H. 4 (2009), S. 85-93 (Fortsetzung von Jenseits und diesseits der Polarität sowie Replik auf Jens Mehrle: Der insgeheime Hacks. Zu Aufsätzen von Michael Mandelartz und Ingo Way. In: Argos, H. 3 (2008), S. 241-262). Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 393-399
  31. Der Tatort und die Grenzen des Rechts. Der Fernsehkrimi als Ritual und als Kunst. In: Bungei Kenkyû [Studien zur Literatur; Bulletin der School of Arts and Letters, Meiji-Universität, Tokyo] 107 (2009), S. 1-38 [Meiji University Academic Repository] — Abstract
  32. Die reine Seele und die Politik. Partikularität und Universalität in Goethes Iphigenie. In: Goethe Yearbook 16 (2009), S. 47-68. Erweiterte Fassung in: Goethe, Kleist, S. 324-352
  33. Die korrupte Gesellschaft. Geschichte und Ökonomie in Kleists Zerbrochnem Krug. In: Kleist-Jahrbuch 2008/2009, S. 303-323. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 101-127
  34. (Mit HIROSAWA Eriko) Vorwort. In: Auto-/Biographie. Erzähltes Selbst, erinnerte Bilder. Hrsg. v. HIROSAWA Eriko und Michael Mandelartz. Tokyo: JGG 2010 (Studienreihe der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, 69), S. 1-7
  35. Empirische Entelechie. Zur Entstehung der autobiographischen Form von Dichtung und Wahrheit aus der Geschichte der Subjektivität. In: Auto-/Biographie. Erzähltes Selbst, erinnerte Bilder. Hrsg. v. HIROSAWA Eriko und Michael Mandelartz. Tokyo: JGG 2010 (Studienreihe der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, 69), S. 9-32. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist, S. 221-239
  36. Tatort Fernsehen. Die Krimiserie Tatort und die Grenzen des Rechts. In: Transkulturalität — Identitäten in neuem Licht. Asiatische Germanistentagung in Kanazawa 2008. Hrsg. v. Ryozo Maeda. München: Iudicium 2012, S. 570-575 (in überarbeiteter Form jetzt Teil von: Der Tatort und die Grenzen des Rechts)
  37. Von der Sichtbarkeit zur Unsichtbarkeit der Wahrheit. Optische Medien bei Kleist. In: Neue Beiträge zur Germanistik 11 (2012), H. 1 (= Doitsu Bungaku 145), S. 115-133
  38. Gegensätzisches Theater. Fichtes Theorie der Geschlechter und Kleists Penthesilea. In: Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit (Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010). Hrsg. v. Franciszek Grucza, Bd. 7 (= Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG), Bd. 7). Frankfurt a. M.: Lang 2012, S. 37-41. Stark erweiterte Fassung in: Goethe, Kleist, S. 169-195
  39. Totengespräche in dunklen Kammern. Paul Celans Engführung und Alain Resnais Nacht und Nebel oder: Versuch, Schöpfung auf Nachahmung zurückzuführen. In: Bungei Kenkyû [Studien zur Literatur; Bulletin der School of Arts and Letters, Meiji-Universität, Tokyo] 120 (2013), S. 227-277

Kleinere Beiträge

Rezensionen

  1. Friedhelm Decher: Wille zum Leben — Wille zur Macht. Eine Untersuchung zu Schopenhauer und Nietzsche. Würzburg/Amsterdam 1984. In: Philosophischer Literaturanzeiger, Bd. 40, 1987, S. 323-326
  2. Karl Popper — Philosophie und Wissenschaft. Beiträge zum Popper-Kolloquium. Hrsg. v. Friedrich Wallner. Wien 1985. In: Philosophischer Literaturanzeiger, Bd. 41, 1988, S. 217-220 
  3. Reinhard Lüth: Drommetenrot und Azurblau. Studien zur Affinität von Erzähltechnik und Phantastik in den Romanen von Leo Perutz und Alexander Lernet-Holenia. Meitingen 1988. In: Quarber Merkur, Bd. 26, H. 69, 1988, S. 76-78
  4. Hans-Harald Müller: Leo Perutz. München 1992. In: Arbitrium, H.2, 1993, S. 224-226 [PDF]
  5. Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka. Berlin: Directmedia 1997. CD-Rom (=Digitale Bibliothek, Bd. 1). In: Recherche. 1998
  6. Matías Martínez: Doppelte Welten. Struktur und Sinn zweideutigen Erzählens. Göttingen 1996. In: Arbitrium, H.1, 2000, S. 19-21
  7. Goethe-Ausgaben auf CD-Rom. Sammelrezension. In: Recherche. Dezember 2005

Beiträge zu Nachschlagewerken

  1. Sach- und Personenartikel zu: Wiener Moderne, Hermann Broch, Elias Canetti, Thomas Mann, Leo Perutz. In: Neues Lexikon des Judentums. Hrsg. v. Julius H. Schoeps. Gütersloh: Bertelsmann 1992
  2. Leo Perutz. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVIII. Begr. und hrsg. v. Friedrich Wilhelm Bautz. Fortgef. v. Traugott Bautz. Hamm, Herzberg: Bautz 2001, Sp. 1141-1149. Im Internet erreichbar unter http://www.bautz.de/bbkl/p/perutz_l.shtml (seit 2011 nur mit Registrierung)
  3. Mit MANABE Masanori: [Kleists Rezeption und Wirkung in] Japan. In: Kleist-Handbuch. Leben — Werk — Wirkung. Hrsg. v. Ingo Breuer. Stuttgart: Metzler 2009, S. 450-453

Tagungsbericht

  1. Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit. XII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik, Warszawa, 30. 7. - 7. 8. 2010. Sektion 6: Politische Romantik im 19. und 20. Jahrhundert. In: Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen (2010), S. 405-406

Herausgeberschaft und Redaktion

  1. Mitglied der Redaktion des Goethe-Jahrbuchs (Japan) (2005-2007)
  2. (Redaktionelle Mitarbeit) Japanische Gesellschaft für Germanistik (Hrsg.): Rituale des Verstehens – Verstehen der Rituale. Beiträge des Vierten Internationalen Kolloquiums der Japanischen Gesellschaft für Germanistik an der Doshisha-Universität, Kyoto, 9.–10. Oktober 2005. München: Iudicium 2006
  3. Bibliographie Leo Perutz (1991-2007). In: Leo Perutz' Romane. Von der Struktur zur Bedeutung. Hrsg. v. Tom Kindt und Jan Christoph Meister. Tübingen: Niemeyer 2007, S. 177-204 — Die Online-Version wird gelegentlich aktualisiert
  4. Herausgeberschaft (mit HIROSAWA Eriko): Auto-/Biographie. Erzähltes Selbst, erinnerte Bilder. Tokyo: JGG 2010 (Studienreihe der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, 69)

Online-Essays und Materialsammlungen

  1. Stichwort Licht. Zur enzyklopädischen Geschichte eines Begriffs. August 2005
  2. Auf dem Rücken von Schildkröten oder: Die Rückkehr der Wissenschaft zum Mythos. Geschichte einer Anekdote. Januar 2006
  3. Grüne Gläser. Quellentexte zu Kleists sog. Kantkrise. Zugleich eine kleine Motivgeschichte grüner Brillen. Februar / März 2012

Journalistische Arbeiten

  1. Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu Ausbildungsfragen und zu Japan in der Süddeutschen Zeitung und der taz, Beiträge zu den Lektorenrundbriefen in Japan und Korea sowie zur Suchfibel

Internet

  1. Recherche. Ausgedehnte, kommentierte Linksammlung zur Literaturrecherche im Internet — historische und aktuelle Nachschlagewerke im Internet — Bibliographien zu Goethe und Leo Perutz (seit März 2005, Vorgängerversionen seit 1996 bzw. 1999)
  2. Homepage des Seminars für Germanistik der Meiji Universität, Tokyo (seit Januar 2003)
  3. Homepage der deutschsprachigen Lektorinnen und Lektoren in Japan (1997-2004). Wird fortgeführt von Frank Ralph Degen und Vincenzo Spagnolo.

Vorträge

  1. Heinrich Heine zu Religion und Philosophie — Bischöfliche Akademie Aachen, 1988
  2. Goethe und Schiller: Ästhetik der Weimarer Klassik — Bischöfliche Akademie Aachen, Januar 1989
  3. Franz Biberkopf und die Brüder Moor. Erkenntnisprozesse in Döblins Berlin Alexanderplatz und in Schillers Räubern — Frühjahrstagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Waseda-Universität (Tokyo), 24. Mai 1992
  4. Selbstreflexion im Gedicht. Zu einigen Motiven in Brechts Buckower Elegien und in Kunerts Warnung vor Spiegeln — Tagung der Koreanischen Brecht-Gesellschaft, Institut für Deutschlandforschung / Seoul National University, 26. September 1994
  5. Architektur in Goethes Wahlverwandtschaften — Germanistisches Kolloquium in Korea (Sorak-Symposium ), 25.-28. September 1994
  6. Antisemitismus, Ostjudentum und die Autoren der Weimarer Republik — DAAD-Kolloquium zur deutsch-jüdischen Kulturgeschichte. Deutsch-Koreanische Gesellschaft Taegu; Goethe-Institut Seoul; Chonnam National University Kwangju, April und Mai 1995
  7. Das erste Kapitel ist immer die Hauptsache. Paradies und Sündenfall der Effi Briest — Tagung der Gesellschaft für Germanistik in Nordostjapan, Universität Iwate, 9. November 1996
  8. Bauen, Erhalten, Zerstören. Architektur zwischen Tradition und Erneuerung in Goethes Wahlverwandtschaften — Frühjahrstagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Keio University (Tokyo), 7. Juni 1997
  9. Goethe's Criticism of Romantic Subjectivity in Die Wahlverwandtschaften. An Interpretation using Architectural Motifs — Iwate University, November 1997
  10. Die japanische Universitätsreform der 90er Jahre und ihre Auswirkungen auf die Germanistik — Vollversammlung der Lektoren-Vereinigung Korea, Goethe-Institut Seoul, 16. Mai 1999
  11. Vom Gestein zur Poesie. Zum Verfahren der Steigerung in Goethes Novelle — Asiatische Germanistentagung, Fukuoka/Japan, 23. August 1999
  12. Die japanische Universitätsreform der 80er und 90er Jahre — Lektoren-Fachseminar des DAAD, Yoshino/Japan, 11. November 1999
  13. Autonomie der Kunst vs. politische Utopie: Goethes Novelle — 10. Internationaler Germanistenkongreß, Wien 2000: Zeitenwende. Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert. Sektion 16: Interpretation und Interpretationsmethoden. Universität Wien, 15. September 2000
  14. Kunst als Instrument der Erkenntnis. Zur Poetik des Spätwerks von Leo Perutz — Symposion der Österreichischen Gesellschaft für Literatur: Unruhige Träume — abgründige Konstruktionen. Leo Perutz: Die Dimension des Werkes, die Stationen seiner Wirkung. Botschaft der Tschechischen Republik, Wien, 21. September 2000
  15. Zeit und Form. Zwei Gedichte von Eduard Mörike — Frühjahrstagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Tokyo University of Foreign Studies, 10. Juni 2001
  16. Philosophie statt Alltag, Kunst statt Video. Vorschlag zur Wiedereinführung der Kulturwissenschaften in den Deutschunterricht —Lektorenfachseminar des DAAD, Hakone/Japan, 22.-25. November 2001
  17. Polarität und Steigerung in Goethes Pandora — Germanistentagung der Meiji-Universität, 8. Juli 2002
  18. Wozu noch Germanistik? Zur Notwendigkeit der Kulturwissenschaften im Zeitalter der Globalisierung — Asiatische Germanistentagung, Peking, 19. August 2002
  19. Wozu Germanistik in Ostasien? Zur Notwendigkeit einer kulturwissenschaftlichen Wende im Zeitalter der Globalisierung — Workshop Kulturwissenschaft: Arbeitsgebiete für die German Studies. Goethe-Institut Seoul, 7. Dezember 2002
  20. Vom falschen Umgang mit der Natur. Zu den Abweichungen vom geologischen Idealtypus in Goethes literarischem Spätwerk — Tagung der German Studies Association in New Orleans, Louisiana, 20. September 2003. Überarbeitete Fassung in: Goethe, Kleist
  21. Beherrschte, vernutzte und schöne Berge. Symbolisches und reales Opfer bei Goethe (zur Harzreise im Winter) — Zweites Internationales Symposium der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Sendai, 19. Oktober 2003
  22. Das Gespenst der diversen Refrangibilität. Goethe, Newton und die Wissenschaftstheorie — 11. Kongreß der Internationalen Vereinigung für Germanistik. Sektion 16: Wissenschaften und Literatur seit der Renaissance. Paris, 30. August 2005
  23. Die Welt als Wille und Vorhang. Zum Begriff der Seele in Kleists Marionettentheater — Frühjahrstagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Gakushuin-Universität (Tokyo), 4. Juni 2006
  24. Die Macht der Poesie. Elektrizität in Klingsohrs Märchen — Asiatische Germanistentagung, Seoul National University, 29. August 2006
  25. Der Zirkel der Geschichte und das Zergehen in das Absolute. Kleists Marionettentheater und Fichtes Vorträge im Winter 1804 — Leben und Geschichtlichkeit, Tagung an der Meiji-Universität, Tokyo, 19. November 2006
  26. Der Bezug auf sich selbst. Literatur als Wissenschaft vom Menschen — Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar, 1. Juni 2007
  27. Recht, Ökonomie und Mechanik in Kleists Findling — Containment and Subversion. The Work and Person of Heinrich von Kleist. A Conference organized under the auspices of the IGRS and the English Goethe Society. University of London, Institute of Germanic and Romance Studies, 4. Oktober 2007
  28. Das Gespenst der diversen Refrangibilität. Goethes Kritik an der neuzeitlichen Wissenschaft — Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft Berlin, 15. November 2007
  29. Der Fernsehkrimi als Ritual. Der Staat, die Zuschauer und die Krimiserie Tatort — Germanistentagung der Meiji-Universität, 10. Mai 2008
  30. Tatort Fernsehen. Die Krimiserie Tatort und die Grenzen des Rechts — Asiatische Germanistentagung 2008 in Kanazawa / Japan, 28. August 2008
  31. Der Ursprung der neuzeitlichen Autobiographie. Luther, A. H. Francke, Goethe — Symposium Auto-/Biographie. Erzähltes Selbst, erinnerte Bilder. Frühjahrstagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Meiji-Universität, 30. Mai 2009
  32. Gegensätzisches Theater. Fichtes Theorie der Geschlechter und Kleists Penthesilea — 12. Kongreß der Internationalen Vereinigung für Germanistik, Sektion 6: Politische Romantik im 19. und 20. Jahrhundert. Universität Warschau, 4. August 2010
  33. Die Sichtbarkeit der Götter. Zur Erfahrung und Herstellung von Verbindlichkeit im japanisch-europäischen Kontrast — Workshop Ästhetische Sakralität und ästhetische Sinnkonstitution im japanisch-europäischen Kulturvergleich Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 9. Juni 2011
  34. Kleists Penthesilea und die Geschlechtertheorien von der Aufklärung bis zum deutschen Idealismus — Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 10. Juni 2011
  35. Brille, Fenster, Lid und Augenbinde. Von der Sichtbarkeit zur Unsichtbarkeit als Metapher der Wahrheit bei Kleist — Herbsttagung der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Universität Kanazawa, 15. Oktober 2011

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