Goerg Melchior Kraus: Goethe als Orest und Corona Schröter als Iphigenie. 1779

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Goerg Melchior Kraus: Goethe als Orest und Corona Schröter als Iphigenie. 1779

Goerg Melchior Kraus: Goethe als Orest und Corona Schröter als Iphigenie. Uraufführung von Goethes Iphigenie am 6. April 1779 im Redoutentheater in Weimar. Ölgemälde, 1779.

Die Uraufführung der Iphigenie fand am 6.4. [1779] im Hauptmannischen Hause an der Weimarer Esplanade statt, mit Corona Schröter in der Titelrolle, Goethe als Orest, seinem Freund Knebel als Thoas und dem Prinzen Constantin (dem jüngeren Bruder Carl Augusts) als Pylades. Georg Melchior Kraus hat die Erkennungsszene Iphigenies und Orests in einem Ölgemälde festgehalten [III/1]. Es gibt z. T. schwärmerische Augenzeugen-Berichte über diese Aufführung und namentlich über die Wirkung von Goethes Spiel. So schrieb Luise von Göchhausen an Goethes Mutter nach Frankfurt (am 12.4.), daß er seinen Orest meisterhaft gespielt hat. Sein Kleid [...] war griechisch, und ich hab ihm in meinem Leben noch nicht so schön gesehn. Der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland erinnerte sich mehr als 50 Jahre später: Nie werde ich den Eindruck vergessen, den er als Orest im griechischen Kostüm in der Darstellung seiner Iphigenia machte; man glaubte einen Apollo zu sehen. Noch nie erblickte man eine solche Vereinigung physischer und geistiger Vollkommenheit und Schönheit an einem Manne, als damals an Goethe.
Die zweite Wiederholung dieser Aufführung erhielt ihre besondere Note dadurch, daß Herzog Carl August selbst die Rolle des Pylades übernahm.

Goethes Tagebuch, Weimar, 6.4.1779: Iph[igenie] gespielt. gar gute Würkung davon besonders auf reine Menschen.

Aus: Münchner Ausgabe, Bd. 2.1, S. 258 (Bild), S. 653 f, 657 (Texte).

<http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/goethe_schroeter_iphigenie.html>
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