Johann Heinrich Meyer: Goethe. Um 1794

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J.H. Meyer, Goethe

Um 1794. Aquarell. 114 * 80,5 cm

Das handwerklich eindrucksvolle lebensgroße Bildnis steht in der Tradition der Gelehrten- und Dichterporträts, wie sie sich seit der Renaissance entwickelt hatten. Bezeichnend für diesen Bildtypus ist die Anordnung und Stellung der Figur im Innenraum, das aufgeschlagene Buch, in das die Hand greift, der offene Körpergestus und gleichzeitig sinnende Habitus, dazu die abschließende Vorhangdraperie. Der wie ein Bild anmutende Ausblick mag eine Reminiszenz an das gemeinsame Italienerlebnis sein. Heinrich Meyer hatte Goethe 1786 in Rom kennengelernt, seit 1791 lebte er in Weimar und war Goethe als gelehrter Ratgeber und Mitarbeiter bald unentbehrlich.

Aus: Goethe und die Kunst, S. 166

<http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/goethe_meyer.html>
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