Naturwissenschaft um 1800 im Umfeld Goethes

AllgemeinBergbau, Geologie, MineralogiePhysikBiologie

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Naturwissenschaft allgemein, Naturgeschichte

Georges Louis Leclerc Buffon: Epochen der Natur. 2 Bände. St. Petersburg: Johann Zacharias Logan 1781.

Georges Louis Leclerc Buffon: Werke (Gallica).

Alexander von Humboldt: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Digitalisierte Originalausgaben

Bergbau, Geologie, Mineralogie

Georg Agricola: Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen.

Gottfried Wilhelm Leibnitz (Leibniz): Protogaea sive de prima facie telluris et antiquissimae historiae vestigiis… viri illustris. 1749 — Goethes Tagebuch, 15. April 1817: Leibnizens Protogäa.

Johann Jacob Ferber: Beyträge zu der Mineral-Geschichte von Böhmen. Berlin: Himburg 1774. In Goethes Bibliothek mit Exlibris vorhanden (Ruppert, Nr. 4542). Goethe erwähnt Ferber in der Italienischen Reise und noch 1820 in Karl Wilhelm Nose als Vulkanisten, nimmt aber meistens auf seine Briefe aus Welschland (Prag 1773) bezug.

Abraham Gottlob Werner

J.[ohann] E.[hrenreich] v. Fichtel: Geschichte des Steinsalzes und der Salzgruben im Großfürstenthum Siebenbürgen, mit einer, das Streichen des unterirdischen Salzstockes, durch mehrere Länder andeutenden Karte, und andern Kupfern. Hrsg. v. d. Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin. Nürnberg: Raspische Buchhandlung 1780 [=Beytrag zur Mineralgeschichte von Siebenbürgen. Zweyter Theil welcher die Geschichte des Steinsalzes enthält] (Digitale Bibliothek der University of Miskolc, Ungarn). — Goethe schreibt am 12. Januar 1823 an Graf Starnberg:

Der gute alte Fichtel hielt bis an sein Lebensende bey der Gluth und kam nach und nach so weit, daß er das Steinsalz vulkanischen Gebirgen zuschreiben mußte; wie die Neuern jetzt Gold- und Silberadern daher ableiten müssen. Und das kommt alles daher, daß die Menschen die Natur durch und durch erklären wollen; sie begreifen nicht, daß man bis auf einen gewissen Punct sehr sicher fortschreiten kann, dann aber sich entschließen muß, irgend ein Problem stehen zu lassen, dessen Lösung andern, vielleicht uns selbst in einiger Zeit vorbehalten ist.

René Just Haüy: Traité de Mineralogie. Paris 1801. — Goethes Tagebuch, 25. Juni 1804 (u. ö): Hauy Mineralogie.

F.-S. Beudant: Voyage minéralogique et géologique en Hongrie pendant l'Année 1818. Paris: Verdière 1822. — Goethe im Brief an Graf Sternberg, 12. Januar 1823:

Professor Pusch, der durch vier Monate unser Gast war, hat Ungarn in mehreren Richtungen durchreis't. Er wird die ungereimten Nachrichten des Beudant in seiner Voyage mineralogique en Hongrie, besonders über die Perlstein-Formation kräftig widerlegen. Es ist in der That ärgerlich, daß ganz Europa einem Manne, der sich in der Schule der Vulkanisten bildete, blindlings nachplappert.

Physik

Johann Christian Polykarp Erxleben: Anfangsgründe der Naturlehre. Mit Zusätzen von Georg Christoph Lichtenberg. 4. Aufl. Göttingen: Dieterich 1787 (PDF). Die 6. Aufl. von 1794 gibt es beim Göttinger Digitalisierungszentrum. — Goethe benutzte die 3. und 5. Aufl. (1784 und 1791). Vgl. Ruppert, Nr. 4527 und 4528. — Goethe in den Materialien zur Geschichte der Farbenlehre:

Johann Christian Polycarp Erxleben. Anfangsgründe der Naturlehre, 1772. Wenn man durch ein kleines rundes Loch etc. Er trägt übrigens die Newtonische und Eulersche Lehre in der bösen, halb historischen, halb didaktischen Manier vor, die sich nicht kompromittieren mag und immer noch eine Hintertüre findet, wenn die Lehre auch falsch befunden würde.

Johann Samuel Traugott Gehler: Physikalisches Wörterbuch oder Versuch einer Erklärung der vornehmsten Begriffe und Kunstwörter der Naturlehre mit kurzen Nachrichten von der Geschichte der Erfindungen und Beschreibungen der Werkzeuge [...]. Leipzig: Schwickert 1787. Digitale Reproduktion des Göttinger Digitalisierungszentrums (Grafikdateien zum Browsen) — Textversion im Archimedes Project, ohne Abbildungen.

Johann Carl Fischer: Geschichte der Physik seit der Wiederherstellung der Künste und Wissenschaften bis auf die neuesten Zeiten. 8 Bde. Göttingen: J. F. Röwer 1801-1808. In Goethes Bibliothek sind die Bde. 1-4 (1801-1803) vorhanden. Vgl. Ruppert, Nr. 4553 (Digitale Reproduktion des Göttinger Digitalisierungszentrums, Grafikdateien zum Browsen) — Zusammenfassung und Kritik von Goethes Beiträgen zur Optik in Bd. VII, S. 91 ff. — Dazu wiederum Goethe in den Materialien zur Geschichte der Farbenlehre:

Mit mehr oder weniger dünkelhafter Selbstgefälligkeit betrugen sich Gren in Halle, die Gothaischen gelehrten Zeitungen, die Allgemeine Jenaische Literaturzeitung, Gehler und besonders Fischer, in ihren physikalischen Wörterbüchern.

Optik und Farbenlehre

Stichwort Licht. Artikel aus Nachschlagewerken und historische Werke.

August Aderholdt

Heinrich Wilhelm Dove

Friedrich Grävell

William Herschel

Johannes Kepler

Johann Heinrich Lambert

Isaac Newton

Chr. H. Pfaff

Carl Prantl

F. W. G. Radicke

Johann Wilhelm Ritter

Emil Wilde

Elektrizitätslehre

Benjamin Franklin

Luigi Galvani

Alessandro Volta

Johann Wilhelm Ritter

Biologie

Andreas Vesalius: Andreae Vesalii Bruxellensis, invictissimi Caroli V. imperatoris medici, de humani corporis fabrica libri septem (Basel 1555; Memoriae Medicinae, Univ. Wien) — Goethe, Versuch aus der vergleichenden Knochenlehre daß der Zwischenknochen der obern Kinnlade dem Menschen mit den übrigen Thieren gemein sei (1784):

Jene erste Sutur hatte schon Vesalius bemerkt und in seinen Figuren deutlich angegeben. Er sagt, sie reiche bis an die vordere Seite der Hundszähne, dringe aber nirgends so tief durch, daß man dafür halten könne, der obere Kinnladenknochen werde dadurch in zwei geteilt. Er weist, um den Galen zu erklären, der seine Beschreibung bloß nach einem Tiere gemacht hatte, auf die erste Figur pag. 46, wo er dem menschlichen Schädel einen Hundeschädel beigefügt hat, um den an dem Tiere gleichsam deutlicher ausgeprägten Revers der Medaille dem Leser vor Augen zu legen.

Linné, Carl von: Systema naturae per regna tria naturae. secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis locis. Zahlreiche Bände, Leipzig um 1790 (Dokumentenserver der HU Berlin). Linné steht unter anderen Autoren, scrollen Sie nach unten.

<http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/goethe_naturwissenschaft.html>
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